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Abstinenz



Fast 1 Monat Abstinenz. Ich glaub, ich hab es schon mal geschrieben: ich strebe mich dagegen, online zu schreiben. Aber auch allgemein aufzuschreiben, was in meinem Kopf ist. Irgendwie muss ich das überwinden. Sonst verheilen die Narben nicht, dass ist das Problem.
Ich kann (noch) nicht verzeihen, zumind. bestimmte Dinge. Meine Freundinnen von früher haben mir öfter Dinge an den Kopf geknallt wie "Ach komm, sei doch nicht so langweilig", wenn ich nicht mit auf eine Party gehen wollte o.ä. - also eigentlich immer, wenn ich etwas nicht wollte, was sie wollen. Das hat mich tief geprägt: Ich bin langweilig.
Das tut weh.
Ich möchte so gern darüber hinweg kommen, ihnen vergeben, frei sein. Es ist so schwer. Ich bin wütend auf sie, dass sie sowas gesagt haben, denn ich habe es ihnen geglaubt. Bei meinem 1. Freund war es ähnlich. Wenn ich etwas nicht wollte, was er wollte etc. pp. hieß es "Stell dich nicht so an.", "Mein Gott, hab dich doch nicht so."
Ich könnte ihnen allesamt in die Fresse schlagen. Es tut so weh.

Irgendwo weiß ich, dass ist das gute, sie haben das nicht gesagt, um mich zu verletzen. Wieso sollten sie? Sie mochten mich ja. Mein Gott, war ich mit den falschen Leuten zusammen, wenn ich mir das so überlege. Leider schaffe ich es noch nicht, diese Gedanken in mein Herz zu übertragen.
Ich geh in die Situationen rein, ich mach mir ein Schutzschild - aber es ist trotzdem noch verdammt schwer zu ertragen. Dazu kommen die körperlichen Schmerzen. Es ist ein fucking Kreislauf.
Aber ich werde nicht aufgeben. Ich bekomm das hin, irgendwann. Auch wenn ich insgesamt eher traurig bin. Traurig darüber, wie mein Leben momentan noch ist. Ich fühl mich einsam, mir fehlt der Freundeskreis, aufrichtige Menschen. Von früher passt einfach nichts mehr. Je mehr ich mich gefunden habe, desto mehr unterscheide ich mich von den Anderen.
Es ist schwer, so schwer. Ich brauch ein Schmerzventil, sonst kann ich nicht verzeihen. Das hab ich mir nämlich auch schon überlegt: Warum will ich nicht verzeihen? Weil ich dann den Eindruck habe, dass ich den Schmerz bzw. das Verhalten der Menschen gutheiße... Aber das ist Quatsch. Sie haben es ja nicht mit böswilliger Absicht getan (& wenn stecken da Probleme von ihnen dahinter). Hach.
Ich glaube, der Schlüssel ist, dass ich mich nicht langweilig finde, egal, was andere sagen. Ich finde, genau genommen bin ich eigentlich schon ein bisschen ein interessanter Mensch. Man kann mit mir über viel reden, ich kann zuhören, mitfühlen, bin unternehmungslustig (wenn da Schwindel & Schmerzen nicht wären, damn!) etc. Eigentlich bin ich nicht schlecht oder öde, objektiv betrachtet. Kein Mensch ist das eigentlich.
Ich hoffe, ich kann das irgendwann fühlen.
17.3.13 17:48


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mein Wunsch



Ich wünschte, ihr hättet es mir als Kind gesagt: "Wir haben dich total lieb, auch wenn du nicht an Gott glaubst. Das ändert nichts an DIR & auch nichts an unserer Liebe zu DIR."

Ich hätte es mir so sehr gewünscht.
25.2.13 14:39


manchmal



hab ich mich auch gefragt: "Warum bestraft ihr mich mit diesen Erwartungen, die ich nicht erfüllen kann? Warum trichtert ihr mir ein, erst durch Gott gut zu sein?" Da bleibt dann nichts übrig... außer ein nicht liebenswerter Mensch. Emotionen als Fehler verkauft, für die ich Vergebung brauche, damit ich liebenswert bin & vor Gott bestehe... Ich weiß nicht, wie ihr mir das antun konntet.
24.2.13 20:12


ich erfüll sie nicht



eure Erwartungen. In mir erschließt sich ein Szenario, dass sich meine ganze Kindheit lang ausgebreitet hat: ich bin eine Enttäuschung. Es ist so offensichtlich, dass ich falsch bin, weil ich nicht an Gott glaube - ich kann es nicht. Ich habe es versucht, eure Erwartungen zu erfüllen, aber es ging nicht. die Enttäuschung liegt förmlich im Raum, ich kann SPÜREN, was ihr von mir haltet, dass ich nicht gut genug, richtig bin, dass macht mich krank. Ich sage: "ich will das nicht" & ihr sagt: "doch". Ich kann es nicht, ich fühle es nicht, verstehe den Sinn nicht & ihr sagt: "doch, dass ist richtig. Ohne Gott ist der Mensch fehlerhaft, falsch." Ich bleibe falsch.
Ich spüre nichts als eure Enttäuschung. Sie begleitet mich mein ganzes Leben.
Ich soll etwas sein, was ich nicht bin. Mein ganzes Leben lang habe ich das versucht, jemand zu sein, der irgendwem gefällt - nur nicht mir. Ich wusste nicht, dass das von Bedeutung ist.

Ich will das nicht mehr.

Diese Enttäuschung lastet als Kind so schwer auf meinen Schultern, dass ich sie nüchtern nicht ertragen kann, einhergehend mit der Angst, nicht liebenswert zu sein, dass ihr mich SO ja gar nicht mögen könnt. Deswegen ging es mir so schlecht - meine Annahme. Dass es mir beschissen ging, weil ich in meinen Gefühlen übergangen, gemein behandelt, nicht getröstet & sich an mich geklammert wurde - woher sollte ich wissen, dass DAS die Gründe für mein Empfinden sind...
24.2.13 19:22


Miezi :)



Seit gestern hab ich eine eigene kleine Mieze. Das ist so toll!
Die Lust zum bloggen fehlt mir trotzdem. Meine Gefühlswelt ist gerade eh unberechenbar - gut & schlecht zugleich, beides gemischt, wechselnd... schwer.
Aber ich sehe Licht, irgendwo.
20.2.13 17:01


w a s



soll ich mit all den Momenten machen, in denen ich mich einsam, ungeliebt, unverstanden, abgelehnt gefühlt habe? Wohin damit & wie heilen???
16.2.13 20:07


.



Ich bin so verdammt einsam, ich weiß nicht, ob im hier & jetzt oder rückblickend.
Es ist kaum auszuhalten.
16.2.13 18:21


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